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Wie einige vielleicht mitbekommen haben, bin ich seit Januar arbeitslos.

Ich bin darauf keineswegs stolz, aber mittlerweile hab ich festgestellt, wer arbeitet ist der Blöde und wer neu Arbeit annimmt ist der noch Blödere.

Mein Arbeitsvertrag läuft seit dem 10.03. und als ich meinen Vertrag in den Händen hielt habe ich mich gleich auf dem Arbeitsamt und bei der Arge gemeldet.

Dabei wurde mir am Telefon gesagt, sobald ich das erste mal Geld bekomme, bzw. meinen ersten Lohnschein habe, soll ich den hinbringen damit mein Hartz4 angerechnet werden kann, bzw dann geprüft wird ob ich noch eine Nachzahlung bekomme.

So weit alles gut.

Am 23.03. habe ich meinen Arbeitsvertrag aufs Arbeitsamt und zur Arge gebracht.

Habe denen dort gesagt das ich mein erstes Geld erst Ende April bekomme und sobald ich meinen Lohnschein habe, den vorbei bringe damit die schauen können was ich für eine Nachzahlung bekomme, weil die bekomme ich auf jeden Fall.

Bis dahin war alles in Ordnung, Geld für Umzug schon gut geplant.

Am 24.03. dann der Hammer.

Wir kommen nach einem angenehmen Tag im Zoo nach Hause und im Briefkasten ein Brief vom Arbeitsamt.

Ich dachte eigentlich das sei der Brief wie den Monat davor, wo es um meine Nachzahlung für den März geht.

Aber weit gefehlt.

Dieser Brief ist an einer Menge Ärger Schuld.

Er betraf mein ALG1.

Die Zahlung wird bis auf weiteres eingestellt, bis ich meinen ersten Lohnschein vorlege.

Ich dachte mir erst mal nichts weiter und rief bei der Agentur an.

Der Herr am Telefon sagte mir auf Nachfrage, das die Zahlungseinstellung nicht an die Arge weitergeleitet wird und ich selber da anrufen müsste um Bescheid zu sagen, damit es verrechnet wird.

Als ich nun bei der Arge anrief und schon mächtig verärgert war, sagte mir die Dame, das die Zahlung fürs Hartz4 ebenfalls eingestellt wurde.

Ich fragte sie, ob das ihr Ernst sei und sie bejahte es.

Sie, und auch der Herr bei der Agentur, konnte es sich nur so erklären damit keine Überzahlung entsteht.

Ich fragte sie, wie ich über einen Monat ohne Geld auskommen solle, da sagte sie mir, ich solle nach dem 01.04. mit meinem Kontoauszug hinkommen und dann würde geprüft werden, ob ich einen Vorschuss bekomme.

Ich sagte der Dame, das ich erst ENDE April mein Geld bekomme und dementsprechend auch erst Ende April den Lohnschein für März.

Sie sagte mir, das sie mir da nichts sagen könnte und ich mich am besten direkt vor Ort melden solle.

So bin ich nun also am nächsten Tag früh aufs Arbeitsamt gegangen mit meinem Problem.

Ich wurde in die Eingangszone verwiesen, wo ich der Dame noch einmal mein Problem geschildert habe, das ich erst Ende April meinen ersten Lohnschein bekomme und nun kein Geld bekomme.

Ebenso hab ich ihr erklärt das wir das Geld brauchen wegen Umzug etc.

Sie sagte mir, das sie versuchen würde etwas zu meinen Gunsten zu erreichen.

Ich hatte natürlich alle meine Hoffnungen in sie gesetzt.

Sie rief in der Leistungsabteilung meinen Bearbeiter an, schilderte ihm die Sache und teilte mir mit, das er mich anrufen würde.

Wenig später bekam ich auch den Anruf von Herr C.

Ich hab ihm nun auch noch mal das Anliegen schildern müssen und war schon recht genervt.

Ich erklärte ihm das ich das Problem habe, bis Ende April ja nun kein Geld bekomme und nicht weis, wie ich das schaffen soll, da wir ja auch den Umzug vor uns haben.

Herr C. meinte zu mir “Darauf können wir keine Rücksicht nehmen”

Ich habe ihm gesagt das bereits Anfang des Monats das Geld alle ist und wir dann keine Rechnungen wie Kaution, Umzugstransporter, Miete usw bezahlen könnten.

Er meinte, sie haben ihre Richtlinien und an die müssen sie sich halten.

Er konnte mir allerdings auch sagen, wenn er das Einkommen von meinem Freund nehme, wie es immer zu Anfang des Monats genommen wird, und bei mir glatte 400€ nimmt, das ich dann 123€ bekommen würde.

Da frage ich mich natürlich, warum er die 123€ nicht zur Zahlung frei geben kann?

Das hätte uns ein wenig geholfen.

Ausserdem habe ich mich sehr geärgert, als er mir sagte, das der Lohnschein den ich Anfang März von meinem Freund abgegeben habe, noch nicht in den Computer eingegeben wurde, das es wohl vergessen wurde.

Es kann doch wohl nicht sein, das man selber immer Ärger bekommt, wenn man etwas nicht pünktlich abgibt und die Arge vergisst einfach einen Lohnschein einzugeben?

Ich hab an dem Tag dann noch einmal auf der Arge angerufen, um nachzufragen, wann ich denn nun eigentlich dann mit dem ersten Geld rechnen könnte wenn ich alles abgegeben habe.

Die Dame am Telefon sagte mir, ein paar Tage nachdem ich den ersten Lohnschein abgegeben habe.

Ich fragte sie, warum die 123€ nicht angewiesen werden könnten und sie sagte, das es bei Ämtern leider so ist, das man alles schriftlich haben muss, aber ich solle am besten nach dem 01.04. mit meinem Kontoauszug hinkommen damit ich unter Umständen einen Vorschuss zwischen 50€ und 200€ bekomme.

Ausserdem fragte ich sie, ob es normal wäre einfach die Zahlung einzustellen.

Sie sagte mir das dies gemacht werden müsse, um Überzahlungen zu vermeiden, da es Leute gibt, die das Geld nicht, oder erst nach Jahren zurückzahlen.

Aber ich finde, man kann nicht alle über einen Kamm scheren.

Dann muss es die Arge eben immer vom nächsten Hartz4 abziehen?

Dann kann so etwas auch nicht passieren, das es nicht zurück gezahlt wird.

Also ich ein paar Tage später meinen Chef auf Arbeit getroffen habe, hab ich ihm nun auch noch mal geschildert das ich dringend irgendeinen Nachweis brauche, was ich im März erarbeitet habe.

Er rief dann in Berlin an um nachzufragen, was da gemacht werden könnte.

Ich hab einen Null-Lohnschein bekommen.

Das heißt das darauf steht das ich im Monat März kein Geld bekomme.

Ich habe bereits 2 mal bei der Arge angerufen und darum gebeten das Herr C. mich zurück ruft, denn ich wollte wissen ob sie das so akzeptieren und ich erst mal mein Geld bekomme.

Man sagte mir das ich zurück gerufen werde.

Das wurde ich nicht, also rief ich am nächsten Tag wieder an.

Da sagte man mir das es 2-3 Tage dauern kann.

Dachte ich mir “Ok dann wäre ja noch der Donnerstag”

(weil dann auch die Osterfeiertage waren)

Einmal hatte ich einen Anruf in Abwesenheit und wartete vergebens auf den nächsten Anruf.

Also rief ich wieder an und lies etwas Luft ab.

Am nächsten Tag hatte ich wieder einen Anruf, aber da schien es nur ganz kurz geklingelt zu haben, denn keiner hat etwas gehört und es war ganz still.

Also ging ich am nächsten Tag direkt aufs Arbeitsamt um meinen Lohnschein abzugeben.

Dabei habe ich an der Anmeldung gesagt, das ich 3 mal angerufen habe und keinen Rückruf erhielt und das es nicht sein kann das man 1000 mal anrufen muss, um dann evtl einen Rückruf zu erhalten.

Ebenso sagte ich, das ich mich darauf verlasse, das die Lohnscheine diesmal nicht vergessen werden eingetragen zu werden.

Der Herr an der Anmeldung wurde zunehmends unfreundlicher, aber ich auch.

Ich sollte dann etwas schriftlich machen, das ich definitiv nicht mehr als 400€ im März verdiene und das mir das Geld so schnell wie möglich ausgezahlt werden soll (also meine Nachzahlung).

Das ganze ist nun ca. 1 Woche her.

Bis heute habe ich kein Schreiben oder sonstiges erhalten.

Ich habe es wirklich satt, wie man von der Arge behandelt wird.

Mein Konto befindet sich mittlerweile auch im Dispo und die Zinsen die man dafür bezahlen muss, bekommt man von denen auch nicht wieder.

Ich bin gespannt, wann und ob ich nun Geld bekomme.

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2 Responses to ““Hartz4 und Wir””

  1. Tweets die LjannaLee.de » Blog Archive » “Hartz4 und Wir” erwähnt -- Topsy.com Says:

    [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Daniel Bäzol, Isa J. erwähnt. Isa J. sagte: Neuer Beitrag: "Hartz4 und Wir" – http://www.ljannalee.de/?p=14 [...]

  2. Henning-Uhle IT Solutions Says:

    Hallo Isa,

    da haben wir ja ähnlich unfassbares Verhalten bei der Arge erfahren. Ich wäre dafür, dass wir vielleicht noch ein paar Blogs mehr ausfindig machen und diesen ganzen Unfug richtig in die Welt hinaustragen.

    Vielleicht bekommen wir einige interessierte zusammen, um eine Petition einzureichen.

    Viele Grüße,
    Henning

    Im Übrigen hast du dich auf meinen Blog bezogen:
    http://www.henning-uhle.eu/wirtschaftsozial/erfahrungsbericht-zur-arbeitsgemeinschaft-stadt-leipzig

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